Werkbank
Mampf

Eifel-Brotbacken – mein Lieblingsrezept für graue Sonntage

Kein Sauerteig-Startup, kein Influencer-Brot. Einfach das Rezept das funktioniert.

Es gibt Brotrezepte die drei Seiten lang sind und mit dem Satz anfangen “Vier Tage bevor du backen möchtest, fütterst du deinen Starter…”. Dieses Rezept ist das nicht.

Ich backe Brot weil es sonntags in Oberlascheid keinen Bäcker gibt, und weil Toastbrot aus dem Supermarkt auf Dauer eine schlechte Entscheidung ist. Das hier ist ein Mischbrot, Roggen und Weizen, das man am Abend ansetzt und morgens backt. Es geht nicht mit Sauerteig. Es geht mit Hefe. Das ist kein Sakrileg.

Zutaten (ein Laib, ca. 1 kg)

Zubereitung

Hefe mit Zucker und etwas lauwarmem Wasser verrühren, 10 Minuten stehen lassen bis es schäumt.

Mehl und Salz in einer großen Schüssel mischen. Hefe-Mischung und restliches Wasser dazugeben, alles zu einem weichen, leicht klebrigen Teig kneten – von Hand ungefähr 10 Minuten, in der Küchenmaschine 5. Der Teig soll nicht perfekt glatt sein; das ist okay.

Abgedeckt über Nacht in den Kühlschrank (mindestens 8 Stunden). Der Teig geht langsam auf – kalte Gare.

Am nächsten Morgen: Ofen auf 250 °C vorheizen, Kastenform oder Gusseisentopf (mit Deckel) mit hineinstellen. Den Teig vorsichtig in die heiße Form geben, nicht mehr kneten. 20 Minuten mit Deckel backen, dann Deckel ab, Temperatur auf 220 °C runter, weitere 25–30 Minuten bis die Kruste dunkel und die Unterseite hohl klingt wenn man draufklopft.

10 Minuten auf einem Gitter abkühlen lassen. Dann anschneiden. Butter drauf.

Warum das funktioniert

Die Kombination aus langer, kalter Gare und dem heißen, geschlossenen Gefäß am Anfang gibt dem Brot Zeit und Dampf. Beides sorgt für Kruste und Struktur, ohne dass man morgens um 5 aufstehen muss um einen Vorteig zu machen.

Es ist kein Kunstwerk. Aber es schmeckt nach Brot.